Tetralemma bei Lidl

colaDie aktuelle Lidl-Werbung zeigt sehr schön, worum es beim Tetralemma geht: Das Hinterfragen, das Transzendieren der Entweder-Oder-Frage. Wenn Lidl meint, ich müsse mich zwischen zwei Colasorten entscheiden, wird sofort klar, dass die Entscheidungssituation fragwürdig ist. Wenn jemand aber meint, er müsse sich zwischen Job Aushalten oder Kündigen entscheiden, zwischen Bleiben oder Gehen, zwischen Revoltieren oder Erdulden – dann wird die Sache komplizierter. Wenn der Fragesteller gefangen ist in der Absolutheit der Alternative, dann kann das Tetralemma helfen, die Sache aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Noch mehr zum Tetralemma gibt es hier und hier.

Nicht mein Bier

Oh je, ich scheine nicht zur Zielgruppe dieses Produkts zu gehören. Ich erinnere mich sehr wohl an tolle Tage und Nächte am Schreibtisch, damals im Lesesaal. Und weniger Philosophieren? Da fang‘ ich gerade erst richtig an!

2 x Genöle über Werbeplakate

Zwei Knaben, leicht schmutzig mit Sportgeräten. Perfekt gefönte Frisur, debiles Kinderschokoladengrinsen, saubere Fingernägel und der Dreck sieht aus wie hinterher mit Photoshop dazugepinselt.

Hurra, hurra, wir müssen nicht mehr ein paar Millionen Jahre warten, bis das Sonnenlicht via Erdöl in die nach allem greifende Wertschöpfungskette eingegliedert wird. Endlich scheint die Sonne nicht mehr sinnfrei, sondern ist unmittelbarer Teil der kapitalistischen Akkumulation. Nur was sich irgendwie „lohnt“, verdient Beachtung.