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Manfred Lütz – Bluff!

Man gab mir Bluff! zu lesen. Ich habe mich beim Lesen ein wenig gelangweilt. Dieter Wunderlich hat den Inhalt zusammengefasst.

Ein bunter Reigen kollernder Kritik an allerlei Gebäuden von Wirklichkeiten zweiter Ordnung, wie Watzlawick sie nennen würde. Was mich dann geärgert hat, war die besondere Rolle, die Lütz dann dem Glauben an Gott einräumte. Er schwingt auf 130 Seiten die konstruktivistische Keule, um dann im Finale bei Gott eine Ausnahme zu machen.

Da bleibe ich doch lieber bei Sprüchen aus Watzlawicks „Die erfundene Wirklichkeit„:

Die Einsicht, dass wir nichts wissen, solange wir wissen, dass wir nichts endgültig wissen, ist die Voraussetzung des Respekts für die von anderen Menschen erfundenen Wirklichkeiten.

oder

Der Konstruktivismus erschafft oder erklärt keine Wirklichkeit da draussen, sondern enthüllt, dass es kein Innen und Außen gibt, keine Welt der dem Subjekt gegenüberstehenden Objekte. Er zeigt, dass die Subjekt-Objekt-Trennung, auf deren Annahmen sich die vielen Wirklichkeiten aufbauen, nicht besteht; dass die Spaltung der Welt in Gegensatzpaare vom erlebenden Subjekt konstruiert wird; und dass die Paradoxien den Ausweg zur Autonomie öffnen.

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