Schlagwort-Archive: deutschland

Zombies und Wutbürger

Die rassistischen Traditionen im Osten lange vor Rostock-Lichtenhagen. Diese Geschichte mit dem Bus voll Geflüchteter, der in Clausnitz blockiert wurde. Und jetzt der aktuelle Wahlkampf mit den Merkel-muss-weg-Demonstranten:

Das alles erinnert mich schon an sowas hier:

Ein Gegenüber, das wie ein Mensch aussieht. Dieses Gegenüber reagiert aber nicht auf rationale Argumente. Es tritt in immer größer werdenden Rudeln auf und bedroht den braven Bürger in seiner gesicherten Existenz.

Und wirklich in Joachim Körbers „Die Philosophie bei The Walking Dead“ wird die These vertreten, dass der aktuelle Hype um Zombies Ausdruck der Angst der bürgerlichen, gebildeten Mitte vor dem Chaos ist.

(siehe auch Zombies und Ostdeutsche)

 

Advertisements

Rente in Österreich

In einem ausführlichen Artikel des KontrastBlogs werden deutsches und österreichisches Rentensystem verglichen. Österreich setzt vollständig auf ein umlagefinanziertes System und hat sich dafür entschieden, dass Leute im Alter bei unwesentlich höheren Beiträgen als in Deutschland 80% ihres Nettoeinkommens bekommen.

Die Videoversion von plusminus:

Insgesamt scheint also Spielraum zu bestehen, wie grausam ein kapitalistischer Staat mit seinen nichtproduktiven Bürgern umgeht. Die Niederländer fallen mir ein, mit ihrer Mindestrente von über 1000€…

Deutschland als Konstrukt

Bei mir um die Ecke gibt es so einen Spruch:deutschlandNa ja, man müsste einfach das Wort krank streichen. Dann wird diese Sichtweise ganz nützlich. Nation als so ein Dingens, das existiert, weil hinreichend viele dran glauben. So wie der Weihnachtsmann oder der liebe Gott. Und dann kann man sich hinsetzen und fragen: Wofür ist es gut, Deutschland zu denken und wo schadet es wem. Aber mit dem Attribut „krank“ erhebt sich der Autor über denjenigen, der Deutschland denkt und stellt ihn in die kranke Ecke und hebt sich selbst aufs gesunde Podest.

Deutschland wird gut

Die September- und Oktobertitel zeigen: Selbst die Kritischen Kotzbrocken von konkret erkennen die Wandlung Deutschlands an:

titel_09-932f1118titel10_15-cee2864a

Aber nein, der Schein der Titelbilder trügt, Gremliza ist immer noch skeptisch:

Alle Kriege und Bürgerkriege dort unten sind unsere Kriege. Wer vor ihnen flieht, flieht zu uns, vor uns, vor den Folgen unserer Kolonialpolitik, und wird, wenn uns […] der Überdruss an unserem Sommermärchen und den Kuscheltierchen packt, seinen Winteralptraum erleben

Zusammenfassung

Ralf Schröder in der aktuellen konkret:

Dass Deutschland, wie nicht nur der einheimische Nazi vielfach beklagt, von überdurchschnittlich vielen Flüchtlingen als Ziel ausgewählt wird, ist eine wenig überraschende und höchst passende Pointe der Migrationsdynamik: Kein werktätiges Nationalkollektiv in Europa exportiert mehr Elend als das hiesige, die Rechnung gilt absolut und erst recht pro Kopf. Die gewaltigen, weltweit und wirtschaftshistorisch einzigartigen Überschüsse des deutschen Ausfuhrwesens werden seit Jahren erzielt, weil Waren, Investitionen, Kredite, Waffen, Krieg und »Entwicklungshilfe« bis in die entlegensten Gebiete des Planeten sickern und dafür sorgen, dass weitere Regionen unbewohnbar werden. In der Profit- und Verwertungsmaschinerie werden die Migranten zu Menschenmüll, der aus Sicht seiner Verursacher in allererster Linie das Problem der weiteren Verwertung beziehungsweise Entsorgung aufwirft.

Du bist Deutschland

Meinen Mitdeutschen hat die Kampagne gefallen, behauptet zumindest Holger Jung ein Macher der Kampagne im Interview mit der taz:

Frage: Wie steht’s denn mit der Akzeptanz?
Antwort: Die ist in der breiten Bevölkerung wirklich gut: 51 Prozent der Bundesbürger kennen die Kampagne. Und 47 Prozent der Menschen, die sie kennen, bewerten sie positiv. 41 Prozent sagen zudem, die Kampagne spreche ein für sie persönlich wichtiges Thema an. Das sind sehr, sehr gute Werte.