Optimismus

Bei Wikipedia gedadelt:

Die meisten Religionen, besonders die monotheistischen, sind von einer Hoffnung auf Erlösung und somit von Optimismus beseelt. Eine moderne Spielart stellt der Fortschrittsglaube der Aufklärung dar.

Rückzugsgefechte

Aus so einem Buch zum 20-jährigen Bestehen der GEW:

Eckpunkte der bildungspolitischen Konzeption der Gründungskonferenz sind: Beibehaltung und Weiterentwicklung der Krippen, Kindergärten, Horte und Freizeiteinrichtungen; Entwicklung der zehnjährigen Polytechnischen Oberschulen zu differenzierten, leistungsfähigen, integrierten Gesamtschulen; Öffnung und Ausbau der Abiturstufe sowie doppelt qualifizierender Bildungsgänge; freier Hochschulzugang für alle, die entsprechende Qualifikationen erworben haben; Weiterentwicklung des polytechnischen Unterrichts als Pflichtfach an allen allgemein bildenden Schulen und Freiräume für alle Bildungseinrichtungen zur Erprobung eigener Wege. (28. Juni 1990)

Eckpunkte der bildungspolitischen Konzeption der Gründungskonferenz sind: Beibehaltung und Weiterentwicklung der Krippen, Kindergärten, Horte und Freizeiteinrichtungen; Entwicklung der zehnjährigen Polytechnischen Oberschulen zu differenzierten, leistungsfähigen, integrierten Gesamtschulen; Öffnung und Ausbau der Abiturstufe sowie doppelt qualifizierender Bildungsgänge; freier Hochschulzugang für alle, die entsprechende Qualifikationen erworben haben; Weiterentwicklung des polytechnischen Unterrichts als Pflichtfach an allen allgemein bildenden Schulen und Freiräume für alle Bildungseinrichtungen zur Erprobung eigener Wege.

Jan Josef Liefers

Jan Josef Liefers wurde 1964 als Sohn einer Schauspielerin und eines Regisseurs in Dresden geboren. Er weiß, dass DDR auch glückliche Kindheit bedeuten kann und nicht ausschließlich Stasiterror. „Ich habe viele Filme mit DDR-Thematik nicht gemacht, denn sie erschienen mir zu simpel. Ich war mit den Fragestellungen nicht einverstanden, die da transportiert wurden. Zugespitzt lauteten sie: Warst du ein Opfer oder ein Täter?  Quelle:  TV TODAY 24/11
Sehr sympathisch

Die Angst der Antisemiten

Jens renner zitiert in seiner Eco-Besprechung Sartres »Portrait de l’antisémite« aus dem Jahre 1945:

Nicht das reale Verhalten von Juden, sondern seine Vorstellung davon, die »Idee des Juden«, treibe den Antisemiten um, schreibt Sartre: »Er ist ein Mensch, der Angst hat. Nicht vor den Juden, gewiss: vor sich selbst, vor seinem Bewusstsein, vor seiner Freiheit, vor seinen Trieben, vor seiner Verantwortung, vor der Einsamkeit, vor der Veränderung, vor der Gesellschaft und der Welt; vor allem, außer vor dem Juden.« Dieser sei nur ein Vorwand, oder anders gesagt: »Existierte der Jude nicht, der Antisemit würde ihn erfinden.«

Meine Schüler

Überdurchschnittliche Ergebnisse konnte die NPD – wie schon bei anderen Wahlen -bei Hartz IV-Bezieherlnnen (11%), Arbeiterinnen (11%) und Arbeitslosen (9%) erzielen. Darüber hinaus war sie besonders bei den jüngeren Wählerinnen (18-29 Jahre) erfolgreich (17%). Insbesondere letzteres ist mit Blick auf die Verfestigung extrem rechter Einstellungen und damit auch bezüglich eines zukünftigen Wählerinnenpotenzials besorgniserregend.
Quelle: NPD und extreme Rechte im Wahljahr 2011

Zscherben – Ein Dorf nimmt ab!

Die Nachtkritik sagt zu dem Stück:

Die Handlung parodiert die Gaga-Wirklichkeiten der so genannten Reality- und Gameshows à la „Dschungelcamp“. Ein Privatsender namens Satt2 erwählt Zscherben zum Schauplatz für sein neues Format „Ein Dorf nimmt ab!“. … Sechs reichlich voluminöse Dörfler sollen vor laufender Kamera abspecken, wobei allerlei sportive Einlagen die dicken Bäuche und Hinterteile zur Geltung bringen. Zscherben bekommt im Gegenzug Geld für seine legendäre, aber vom TÜV gesperrte Kegelbahn und kann außerdem gegenüber Krimpe punkten, dem verhassten Nachbardorf. Die Sache läuft natürlich aus dem Ruder, und so sind wir bald mittendrin in den Niederungen eines komisch eskalierenden Kulturkampfes zwischen telegenen TV-Karrieristen aus Quotenhausen und schwitzenden Wendeverlierern aus dem Land der roten Laterne.

Ich hatte mich nicht richtig informiert. Mir war nicht klar, dass das Ganze eine Komödie sein sollte. Es ist aber auch schwer: Wie soll man die reine hohle Pose einer Realityshow parodieren. Wikipedia: „Eine Parodie ist eine verzerrende, übertreibende oder verspottende Nachahmung.“ Mir kommt die Saturn-Werbung mit Ihrem „Geiz ist geil“ in den Sinn oder die Gerichtsshows – alles per se schon verzerrende, übertreibende, verspottende Nachahmung. Wie soll etwas parodiert werden, dass selbst schon immer Parodie ist, das war schon bei „Natural Born Killers“ schwer.

Mir jedenfalls blieb in der ersten Hälfte häufig das Lachen im Halse stecken, so traurig war das Stück für mich – ich kann über Wendeverlierer aus dem Land der roten Laterne nicht Lachen. Erst im zweiten Teil, als die Sache dann aus dem Ruder gelaufen war, als die Dorfbewohner verschüttet in einem Stollen um ihr Überleben kämpfen, da konnte ich der Sache etwas abgewinnen, da sah ich handelnde Menschen.