Vince Ebert

Ach ja, da hat ja der gelernte Naturwissenschftler in seinem Büchlein „Denken Sie selbst“ ganz tolle Ansichten:

Der Ausdruck «Moral» kommt aus dem lateinischen mos -Sitte, Brauch, Gewohnheit, Charakter und bezeichnet das, was als richtiges Handeln eines Einzelnen oder einer Gruppe angesehen wird. Und hier fangen die Schwierigkeiten schon an. Bei den Azteken gehörte es zum guten Ton, jeden Sonntag beim Gottesdienst einem auserwählten Opfer bei lebendigem Leib das Herz herauszureißen. Das war nicht schön, aber zu der Zeit ein moralisches Muss. Für einen Taliban gebietet es die Moral nach wie vor, Frauen wie Sklaven zu halten. Und weil Sex mit dem gleichen Geschlecht irgendwie igittigitt ist, sind für jeden tiefgläubigen Juden, Christen und Muslim Homosexuelle unmoralische Kreaturen. Das lässt vermuten, die Sache mit der Moral kommt immer dann ins Spiel, wenn einem die Argumente ausgehen.

Und dann eine Seite weiter der totale Unfug:

Anscheinend gibt es in uns ein tiefverwurzeltes Gefühl für Gerechtigkeit (Ausnahmen bestätigen die Regel). Ich muss weder das Grundgesetz noch die Bibel oder den Koran gelesen haben, muss nicht an Gott, an Buddha oder Mohammed glauben, um zu wissen, dass Mord, Diebstahl oder Ehebruch ein Verbrechen ist.

Da wird wieder so getan als ob Monogamie und Eigentum genetisch fixiert sind. Und was bitte schön ist ein Verbrechen.