Feuchtgebiete

Das kommunistische Umsonstregal in meiner FoodCoop gewährte mir Zugang zum viel diskutiertem Text.

Ich fand die Blut- und Eiterexzesse auf Dauer etwas ermüdend und langweilig. Geradezu enttäuscht war ich über die Auflösung des Ganzen. Da fand also die Protagonistin nur deshalb zu einem archaischen Verhältnis zu Körpergerüchen und -säften zurück, weil die Mutter einen Putzfimmel hatte und sich mit dem kleinen Bruder zusammen das Leben nehmen wollte.

Kritische Konsumenten

So heißen laut GEO so Typen wie ich, die ihren Müll trennen, Rad fahren und Kaffee von glücklichen Kleinbauern trinken.

Quintessenz des Artikels war: Leute mit „ordentlichem“ Einkommen, Mobilität und standesgemäßer vollbeheizter Wohnfläche haben keine Chance gegen Rentner oder andere verarmte Leute, die ihre kleine, schlecht beheizte Wohnung nur zu Fuß verlassen.

Es sei denn sie klotzen richtig:

  1. gründliche Wärmedammung der eigenen Immobilie;
  2. 10 000 Euro Investition in erneuerbare Energien. in Form einer eigenen Photovoltaikanlage oder auch der Beteiligung an einem Wind- oder Solarkraftwerk;
  3. Umsteigen auf ein Dreiliterauto oder, noch besser, Nutzung eines Carsharing-Angebots;
  4. konsequente Umstellung des Speiseplans auf Biolebensmittel.

Nachtrag zum krähenden Kapital

vom Mittwoch. So hört es sich an:

… die Industrie- und Handelskammer Nordrhein-Westfalen betont: „Nicht Eigenbrötler, auch nicht einsame Tüftler sind in der Regel gefragt, sondern auf Kooperation, auf den Austausch von Informationen, Erfahrungen, Verbesserungsvorschlägen ausgerichtete Mitarbeiter. Zusammenarbeit im Betrieb ist zwingend. Vor allem die neuen betrieblichen Organisationsformen sind wesentlich auf Kooperation angelegt.“ Weiterlesen „Nachtrag zum krähenden Kapital“

Hilfe für VW & Co

Wenn es um die Mrd-Hilfen des Staates für angeschlagene Unternehmen geht, fallen mir zwei Sachen ein:

  • Als im Osten die Freiheit eingeführt wurde und massenhaft ganze Kombinate/Konzerne zusammenbrachen, da hieß es „Bad Luck“ – wer sich nicht am Markt behaupten kann, macht was falsch.
  • Besonders bei der Autoindustrie scheint klar zu sein, dass die nicht ganz zeitgemäße Produkte herstellen. Feilschen im Namen der heiligen Arbeitsplätze um jedes Gramm CO2. Ich erinnere mich an das BMW-Museum. Dort haben sich doch einfach die Alliierten nach dem Krieg in die Produktion eingemischt und der Betrieb war nach wenigen Wochen in der Lage, vernünftige Sachen zu produzieren: Fahrräder, Landmaschinen, Türklinken.